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EUDI-Wallets sind weit mehr als nur Werkzeuge für ein sicheres und komfortables Internet. Erfahre hier, warum sie unbedingt boykottiert werden müssen.

Lesedauer ca. 10 Minuten.

Wallet-Apps?

Es gibt da etwas, dass du wissen solltest. Überall auf der Welt werden derzeit digitale IDs, staatliche Super-Apps und digitale Währungen eingeführt. Veränderungen schleichen sich in Betriebssysteme und App-Stores, in digitale Dienste und Plattformen. Und plötzlich wollen alle von dir wissen, wer du bist.

Während praktisch jeder Mensch in der Zeit des Chaos und der globalen Krisen mit Nachrichten und Ereignissen überfordert wird, vollzieht sich nebenbei eine stille Revolution zum System der digitalen Identitäten - was für eine wahnwitzige und kolossale Entwicklung!

Die Mitgliedsstaaten der EU haben sich dazu verpflichtet, ihren Bürgern bis Ende 2026 Wallet-Apps oder „digitale Brieftaschen“ bereitzustellen, freiwillig und bequem nutzbare Apps für digitale Dokumente also. Tatsächlich entsteht ein System digitaler Ausweiskontrollen.

Digitale Schranken

Wie überall auf der Welt machen sich deutsche Politiker seit diesem Jahr Sorgen um jugendliche Internetnutzer. Diese ärmliche Scheindebatte ist nur ein politisches Theaterstück, dessen Zweck die Umsetzung vorgezeichneter Lösungen ist. Denn Social-Media-Sperren sind kein Ergebnis aus parlamentarischer Debatte, sondern eine Folge des Digital Services Act der EU von 2024.

Die Lösung der EU ist fest vorgegeben: Handy-Apps, EUDI-Wallet genannt, weisen die digitalen Identitäten ihrer Besitzer aus. Jugendgefährdente Inhalte in Online-Shops, KI-Chatbots, Video-Plattformen, expliziten Inhalten uvm. sollen künftig erst nach einen Blick auf das Alter im digitalen Ausweis freigegeben werden. Eine Vielzahl von Diensten wird abhängig vom angefragten Inhalt hinter Schranken gestellt, die mithilfe digitaler Identitäten passiert werden können. Dass sich in Brüssel bereits damit auseinandergesetzt wird, wie eine Umgehung durch VPN-Anbieter ausgeschlossen werden kann, zeigt die politische Bedeutung dieses Projekts.

Das ist jedoch nur der Anfang. EUDI-Wallets werden bald schon der Schlüssel zu sämtlichen öffentlichen Verwaltungsleistungen sein. Viele Branchen werden dazu genötigt, ihre Dienste zusätzlich mit Wallets-Logins zu versehen, und gleiches gilt für große Internetplattformen. Nach und nach wächst so ein Netz aus identitätsbezogenen Daten.

Schon lange stehen Rückzugsräume und Privatsphäre im digitalen Leben unter Dauerbeschuss. Dabei klingen die Argumente stets einleuchtend – schließlich geht es um Jugendschutz oder auch um die Abwehr von Kinderpornographie, Cyberkriminalität und Geldwäsche. Zudem wird die Wallet-Architektur als datenschutzfreundlich beworben, beispielsweise wird grundsätzlich auf eine kontrollierte und datensparsame Preisgabe des Alters ohne zusätzliche Informationen Wert gelegt. Die neuen Mechanismen können durch gesetzliche Verschärfungen jedoch schnell zur Abschaffung des anonymen Internets weiterverwertet werden. Debatten wie die um die Klarnamenpflicht machen deutlich, wie fragil die von der EU beworbene Freiwilligkeit ist und dass Wallet-Logins auf großen Online-Plattformen sehr schnell zur Vorschrift werden können.

Die eigentlichen Ziele

Politisch ist es jetzt noch kein Thema, aber: Die Design-Idee von digitalen IDs umfasst von Grund auf die Verknüpfbarkeit verschiedenster Daten eines Menschen – ihre Einführung stellt eine umfängliche und permanente Datenschutzbedrohung dar. Was braucht es eigentlich mehr als Terror, bis der Ruf nach Gesetzesverschärfungen und neuen EU-Vorgaben laut wird? Bis Schnittstellen für den Export von identitätsgebundenen Nutzungsdaten gefordert werden? Du hältst das für verrückt und abwegig? Die Europäische Kommission verfolgt eine ähnliche Idee jetzt schon für sämtliche an Google abgesetzten Anfragen, vorgeblich zur Verbesserung des Wettbewerbs. Von der kriminellen Energie dritter Parteien einmal ganz abgesehen. Die Einführung von digitalen IDs ist ein Meilenstein auf dem Weg hin zu totaler Transparenz des Menschen gegenüber immer stärker zentralisierten Softwaresystemen.

So wie EUDI-Wallets vermarktet werden, könnte man glauben, dass sie neben Alterskontrollen vor allem für digitale Dokumente, elektronische Signaturen und weniger Bürokratie geschaffen werden. Das ist zu kurz gedacht. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass digitale Brieftaschen von Beginn an als das technische Fundament für den digitalen Euro der EZB konzipiert worden sind. Es dürfte wenig verwunderlich sein, dass ausgerechnet dieser sensible Punkt nicht Teil der offiziellen Kommunikationsstrategie ist.

Man sagt ja „Geld regiert die Welt“. Doch bis in den letzten Winkel beherrschen wird die Welt zentral überwachbares, staatlich integriertes und individuell regulierbares Geld. Dein Verhalten könnte durch in Geld programmierte Regeln sehr viel lenkbarer werden. Mit digitalem Zentralbankgeld wird es für den Erwerb von Waren oder Dienstleistungen möglicherweise nicht allein ausreichen, diese bezahlen zu können. Was es für dich oder deine Familie zu essen gibt und ob du deine geplante Reise antreten darst, könnte zur Frage des für dich noch verfügbaren CO2-Budgets werden.

Zudem zeigen Pilotprojekte in China, dass digitales Geld mit räumlichen und zeitlichen Beschränkungen versehen werden kann. Im Klartext heißt das: eine höhere Instanz könnte zukünftig darüber bestimmen, ob und wann digitales Geld verfällt und inwiefern es in Notlagen auf einen für dich gültigen Aktionsradius beschränkt werden kann. Digitales Zentralbankgeld wie der digitale Euro birgt massive Missbrauchsrisiken! Niemand sollte diese eingehen, denn die Steuerungsfunktionen sind durch normale Menschen nicht beeinflussbar und kontrollierbar.

Sanktionen durch Technik?

Zur digitalen Identität zählen auch biometrische Verfahren, die sich zunehmend in die Öffentlichkeit drängen. Ein Blick ins Ausland macht deutlich, wie künftig auch hier die Zugänge zu Flughäfen, U-Bahnen oder öffentlichen Veranstaltungen mit biometrischen Check-Ins versehen werden könnten. REWE und Tegut experimentieren bereits mit Smart Stores, komplett überwachten Supermärkten. Auch der öffentliche Raum könnte zur Zielscheibe biometrisch gestützter Überwachung werden, wenn nur die entsprechenden Gesetze dafür geschaffen werden. Das jüngste Beispiel hierfür ist Dobrindts wiederholte Forderung nach einer Echtzeit-Gesichtserkennung an Bahnhöfen.

Digitale Identitäten sind im weiteren Sinne mehr als nur ein Merkmal und eine Funktion von EUDI-Wallet-Apps. Sie sind mehrere Systeme übergreifende, umfängliche Abbilder des Menschen, der dadurch für digitale Systeme transparent und lesbar wird. Technisch gesehen können die Inhalte von EUDI-Wallets individuell einschränkt oder abgeschaltet werden. Diese Gefahr wäre vielleicht überschaubar, wenn ausgeschlossen wäre, dass weder staatliche Stellen noch die Europäische Zentralbank jemals Bewegungs- und Nutzungsdaten in Echtzeit auswerten können. Doch danach sieht es aktuell nicht aus.

EU-Wallet-Apps könnten damit zum ultimativen Sanktionswerkzeug avancieren. Denn in dem Maße, in dem digitale Schnittstellen für den Menschen lebenswichtig werden, wird dieser erpressbar, kontrollierbar und beherrschbar. In letzter Konsequenz könnte das bedeuten, dass die Digitale Identität den Verlust der eigentlichen menschlichen Identität zur Folge hat. Und selbst perfekt angepasstes Verhalten, bei dem beispielsweise größter Wert auf den Kauf der richtigen Produkte gelegt wird, keine kritischen Äußerungen auf Online-Plattformen gemacht werden und keine Impfempfehlungen ausgeschlagen werden, kann nicht zuverlässig vor technisches Willkür schützen. Beispiele aus China zeigen eindrücklich, dass auch Algorithmen und KI eine Fehlerrate aufweisen und falsche Entscheidungen treffen können.

Pessimistischer Ausblick

EUDI-Wallets kommen als trojanisches Pferd – es sind scheinbar harmlose Apps, die dir Sicherheit und Fortschritt versprechen. Dass es massive Risiken für menschliche Rechte und Freiheiten gibt und dass der Vorstoß langfristig konzentrierte Herrschaftsmacht in die Hände weniger Akteure legt, dürfte jetzt noch nicht allen bewusst sein. Das Digitalisierungsministerium, die Bundespressekonferenzen oder die 20 Uhr Nachrichten bedienen sich beschönigender Worte und nennen Gründe. Auf dieser Basis ist es jedoch nicht möglich, ein realistisches Bild der Hintergründe zu bekommen.

Vermutlich werden die wahrnehmbaren Veränderungen die Größe des gerade noch Verdaulichen nicht überschreiten. Am Anfang stehen die jetzt beobachtbaren Anpassungen von technischen Diensten und Systemen. Viele dürften für das Versprechen zu gewinnen sein, dass der ungeliebte Verwaltungsapparat und behördliche Prozesse einfacher oder günstiger werden sollen. Wahrscheinlich ist auch, dass digitale IDs politisch als Wundermittel gegen komplexe Problemlagen wie unkontrollierte Migration instrumentalisiert werden, was Großbritanniens BritCard eindrücklich veranschaulicht hat. Schließlich werden Bezahlmöglichkeiten per EUDI-Wallet eingeführt und durch verschiedene Anreizsysteme unter die Leute gebracht.

Wie lange werden Erledigungen problemlos auf den gewohnten Wegen möglich sein? Ab wann werden aus heutiger Sicht selbstverständliche Alternativen als verzichtbar deklariert und Einsparungen zum Opfer fallen, und wie wird man dann mit Verweigerern einer bedingungslosen Digitalisierung umgehen? Es steht zu befürchten, dass Kritiker nicht nur ins Abseits gestellt, sondern radikal übergangen und kriminalisiert werden. Am längeren Hebel sind politische Vertreter, die sozialstaatliche Leistungen nach ihren politischen Programmen zurückfahren und streichen können, wenn sie dies für geboten halten. Es ist verständlich, wenn dir solche Sorgen aus heutiger Sicht überzogen erscheinen mögen. Doch frag mal einen Briten, was er heute noch für ausgeschlossen hält.

Und nun?

Es dürfte wenig wenig aussichtsreich sein, auf ein politisches Einlenken zu hoffen. Denn offensichtlich werden die Entwicklungen von politischen und wirtschaftlichen Akteuren größtenteils widerspruchslos getragen oder mit großer Energie vorangetrieben. Was können Demonstrationen, Petitionen oder Briefe an Politiker noch ausrichten, wenn ein Joint Venture aus Bürokraten, Bankern und Technologieunternehmen die Überwachungsagenda im Hintergrund mit unverminderter Kraft vorantreibt?

Wenn digitale IDs für dich inakzeptabel sind, dann musst du das auf unmissverständliche Art mitteilen. Es gibt hierfür eine Lösung, die jedoch ein wenige Rückgrat erfordert: Weise die neuen Herrschaftsinstrumente zurück und boykottiere Wallet-Apps von Beginn an!

Es ist von größter strategischer Bedeutung, die Gunst der Stunde zu nutzen und jetzt aktiv gegenzusteuern. Noch gibt es Möglichkeiten, noch können die Weichen gestellt werden. Wenn jedoch vehementer Widerspruch ausbleibt, legitimiert das eine willkürliche Technikherrschaft, die bis zum Ende der letzten Formen von Freiheit und Selbstbestimmung führen kann.

Manche mögen die Ansicht vertreten, dass sich von später eintretenden Unrecht Betroffene juristisch wehren sollten, wenn es so weit ist. Diese Überlegung ist bei kritischer Betrachtung jedoch feige, faul und verantwortungslos. Sie fußt auf vagen Hoffnungen, zögert eigene Handlungen maximal heraus und macht damit eine Lösung des eigentlichen Problems vor allem unwahrscheinlicher. Sicher ist Widerstand gegen identitätsbasierte Digitalisierung kein bequemes Thema. Aber es sollte einen nicht kalt lassen. Wenn es dir egal ist, dann weil du deine Augen nicht öffnen willst oder weil dich menschliche Werte wie Würde, Mitgefühl und Moral nicht interessieren.

Vielleicht fragst du dich, ob auf Veränderungen dieser Dimension überhaupt irgendwie Einfluss genommen werden kann. An dieser Stelle hilft ein Perspektivenwechsel: Welche Mittel verbleiben dem politischen System, wenn die Logik der Überwachung und Kontrolle von vielen Menschen durchschaut wurde und bewusst abgelehnt wird? Wenn die Akzeptanz von EUDI-Wallets trotz aller Bemühungen bei unter 60% stagniert, weil sich viele entschlossen gegen digitale Fesseln stellen? Alles verändert sich, wenn genügend Menschen alternative Wege beschreiten.

Plädoyer

Fass dir ein Herz und lass das nicht an dir abprallen. Hier geht es um eine bedeutende und richtungsweisende Entscheidung in deinem Leben. Nimm dir die Zeit für eigene Untersuchungen und eigene Betrachtungen, die du brauchst. Und dann tritt für deine Rechte und Überzeugungen ein.

Am besten nimmst du einfach Abstand von allen technischen Prozessen, die seit 2026 deine Identifizierbarkeit voraussetzen. Was du letztendlich tust, liegt in deiner Hand. Du legst deine roten Linien und deine Grenzen fest, und du stehst für sie ein. Du solltest nur bedenken, dass etwas auf dem Spiel steht.

Bitte vergiss nicht, mit den Menschen aus deinem Umfeld über diese Entwicklungen zu sprechen und teile diesen Aufruf.

Und noch etwas. Egal was die Presse schreibt – dein Umdenken macht dich nicht technikfeindlich, rechtsextrem oder weltfremd. Millionen anderer Menschen werden von ihren Recht Gebrauch machen und sich mit dir zusammen dieser Art von Fortschritt verweigern.

Über

Digitaler Flyer

Keine-wallet.de ist kein Informationsangebot – es ist ein bewusst kompakt gehaltener digitaler Flyer, der sich an alle noch nicht gleichgültigen Menschen richtet.

Trotz der Brisanz bleibt die Botschaft diplomatisch sowie in klarer und neutraler Sprache formuliert.

Die Inhalte werden von Zeit zu Zeit an aktuelle Entwicklungen und Gegebenheiten angepasst – der Kern bleibt davon natürlich unberührt.

Kein Netzwerk, keine Organisation

Diese Aktion setzt auf Dynamik und Eigenverantwortung statt auf Anführer und Programme. Im Zentrum steht Bewusstsein, Selbstbestimmung und der Aufruf zum Boykott.

Keine politische Orientierung

Keine Wallet distanziert sich von allen politischen Positionen, die keinen Bezug zu identitätsbasierter Digitalisierung haben. Nichts an der Aktion ist links oder rechts, nichts ist technikfeindlich und fundamental digitalisierungskritisch.

Im Aufbau

Die Website wird weiter entwickelt. Nimm Kontakt auf, wenn du diese Aktion mit deinen Ideen und Talenten unterstützen willst.

Themenbereiche: Pflege und Weiterentwicklung der Inhalte und des Webauftritts, Öffentlichkeitsarbeit, externer Vertrieb von kostengünstigen Stickern und anderen Merch zum Selbstkostenpreis.

Kontakt

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